Auf Kingsmoor Manor am Rande der Nordheide lebe ich mit meinen Pferden und widme mich der Akademischen Reitkunst, basierend auf den Lehren der alten Reitmeister wie Xenophon, Pluvinel, Guérinière, Newcastle und Steinbrecht. Das Vermächtnis dieser Meister lebt heute weiter in der Arbeit von Bent Branderup, der die alten Lehren in die heutige Zeit "übersetzt" und seinen Schülern nach dem Motto "Two spirits who want do to what two bodies can" vermittelt. Es geht also darum, sowohl mental als auch physisch eins zu werden mit dem Pferd - wie zwei Tanzpartner, die sich gegenseitig vertrauen. Die Grundlage hierfür ist, Verantwortung für sein Pferd zu übernehmen - in allen Bereichen des Alltags, sei es Haltung, Umgang ("Horsemanship") oder Bewegung nach biomechanischen Grundsätzen. Das ist die Voraussetzung für eine erfüllte Pferd-Mensch-Beziehung.

 

"Wir haben den Luxus, mit unseren Pferden die Zeit schön zu verbringen." (Bent Branderup)


Unterricht

Ich biete:

  • mobilen Unterricht bei Ihnen am Stall in den Landkreisen Harburg, Stade, Heidekreis, und Rotenburg/Wümme sowie in Hamburg
  • Unterricht mit Ihrem eigenen Pferd auf meiner Anlage "Kingsmoor Manor" am Rand der Nordheide
  • auch Tages- und Wochenendseminare

Mögliche Unterrichtsinhalte:

  • reiten
  • Bodenarbeit
  • Handarbeit
  • Longenarbeit/Advanced Longing
  • Sitzschulung (auch an der Longe)
  • Theorievorträge
  • theoretische Hintergrundinformationen während des praktischen Unterrichts
  • Kommunikation mit dem Pferd für mehr Sicherheit im täglichen Umgang und beim Reiten, mehr Harmonie, und mehr gemeinsamen Spaß mit dem Pferd!
  • Verfeinerung der Hilfengebung
  • all dies nach den Prinzipien der Akademischen Reitkunst

Preise:

Eine Einheit (30 Minuten)                € 35,00

Eine Doppeleinheit (60 Minuten)   € 60,00

Seminarpreise auf Anfrage

Termine nach Absprache

Tanja Friedburg

Vom Pferdevirus schon früh befallen sitze ich nun seit 1982 im Sattel. Begonnen hat meine reiterliche Karriere in einem FN-geführten Schulbetrieb. Zu dieser Zeit wehte noch ein anderer Wind und die reiterliche Grundausbildung war militärisch geprägt. Als der FN-Pferdesport zunehmend pferdeunfreundlicher wurde, suchte ich - 18 Jahre jung - nach Alternativen, die zu dieser Zeit noch rar gesät waren. Nach längerer Suche lernte ich über das Centered Riding eine Ritterin der Akademischen Reitkunst kennen und endlich erhielt ich Antworten auf all meine Fragen und fand mich in einem logischen Gesamtkonzept wieder. Seitdem arbeite ich meine Pferde akademisch und habe selbstverständlich auch meinen Unterricht entsprechend umgestellt. Regelmäßig nehme ich als Schülerin an Kursen von Bent Branderup teil und fahre zudem so oft es geht nach Dänemark zum Großmeister, um dort eine Intensivwoche Unterricht zu erhalten. In der Zwischenzeit werde ich von der lizensierten Bent Branderup-Trainerin Annika Keller betreut und ich habe das Glück, dass sie mich regelmäßig auf meinem Hof besucht und in der Akademischen Reitkunst unterrichtet. Zudem fand das Jahresprogramm "Equestrian Movement Concept" 2015/2016 von Annika Keller auf Kingsmoor Manor statt, an dem ich mit meinem Baccaro teilgenommen habe. Nachdem ich bereits 2014 meine Bodenarbeits- und Longierprüfung vor Bent Branderup bestanden habe, bin ich nun nach bestandener Wappenträgerprüfung seit 2018 Mitglied der Ritterschaft der Akademischen Reitkunst nach Bent Branderup ®.

Ziele/Philosophie

Mein Ziel ist es, dass meine Schüler ihren Pferden ein angenehmer Partner und Lehrer sind und die Pferde durch korrektes Training gesund erhalten können. Dazu ist vor allem Klarheit in der Kommunikation mit dem Pferd wichtig. Mein Konzept ist eine ganzheitliche Herangehensweise, die im Alltag mit dem Pferd gelebt werden kann. Ich möchte, dass Pferd und Mensch Spaß und Harmonie gemeinsam erleben.

 

Ohne Ziele geht unsere Energie ins Leere. Ziele motivieren und halten uns immer wieder dazu an, uns selbst zu verbessern. Deshalb gehören Ziele und deren Definitionen auch zu meinem Unterricht. Hierbei geht es darum, was meine Schüler erreichen möchten, egal ob es um die Qualität der Beziehung zum Pferd geht oder darum, einen gewissen Ausbildungsstand zu anzustreben.

 



Meine Pferde

Baccaro

Baccaro, geb. 2005, ist ein Welsh Partbred mit Vollblutanteil und seit 2007 bei mir. Mit ihm zusammen habe ich die Akademische Reitkunst entdeckt und festgestellt, dass eine fundierte Ausbildung gerade für unsichere Pferde immens wichtig ist. So durfte und darf ich Baccaro bei seiner Entfaltung, die vor allem mental voranschreitet, begleiten und ich genieße jede Minute mit ihm. Er ist immer fröhlich und allem aufgeschlossen, lässt mich jegliche Sorgen in seiner Anwesenheit vergessen. 2006 habe ich mich auf den ersten Blick und aus der Ferne in ihn verliebt. Dass er nur ein Jahr später zu mir gehörte, kann ich immer noch kaum fassen. Leider wurde seine Ausbildung von zwei langwierigen Krankheiten unterbrochen: von 2008 bis 2009 von einem Einriss sowohl der Beuge- als auch der Strecksehne am Hinterbein sowie von 2012 bis 2013 von einer schweren Vergiftungsrehe. Beides hat uns nur noch mehr zusammengeschweißt. ❤️

Glenmorgan Ben Ruby

Glenmorgan Ben Ruby, genannt Ruby, ist ein Morgan Horse aus der Zucht von Susen Fischer-Henkel, ein absolutes "Wunschkind" und als Absetzer Ende 2011 nach Kingsmoor Manor gekommen. Er ist das erste - aber nicht das letzte - Fohlen seiner aus den USA importierten Eltern und hat nicht nur mich, sondern auch seine Züchterin begeistert. Er ist innerlich und äußerlich "typisch Morgan", glänzt in dunklem Fuchsrot und ist für jeden Spaß zu haben. (Solange IHM das Spaß macht!) Ruby hat mir in seinem jungen Leben schon eine Menge über Pferde und deren Ausbildung beigebracht und ich bin gespannt, was ich noch alles von ihm lernen werde. Sein Selbstbewusstsein ist unerschütterlich und man tut besser daran, seine und die eigene Energie nicht hochkochen zu lassen. Aber wenn alles stimmt und Ruby mit mir "tanzt", ist er ein atemberaubend schönes Pferd! ❤️

Balijera

Balijera (oder kurz Bali), ihres Zeichens P.R.E. (Pura Raza Española) wurde 2003 in Spanien geboren, wo sie einige Jahre als Zuchtstute eingesetzt wurde. Als Opfer der Weltwirtschaftskrise war sie zur Schlachtung nominiert, wurde aber glücklicherweise von einer Bent Branderup-Trainerin vor diesem Schicksal bewahrt und zusammen mit ihrem damaligen Fohlen bei Fuß nach Deutschland überführt. Nach mehrjähriger Eingewöhnungszeit (Balis Zustand war sowohl seelisch als auch körperlich nicht der Beste ...) hat sich zu meinem Glück besagte Trainerin entschlossen - nachdem Bali mich selbst ausgesucht hat - sie in meine Hände zu geben, so dass sie Anfang 2016 zu mir kam. Bali hat die hübscheste Pferdeseele, die ich bisher gesehen habe, und es ist, als ob wir uns schon Jahre kennen würden. Trotzdem haben wir in der Ausbildung nochmal ganz von vorne angefangen, um eine sichere Basis zu schaffen für alles, was wir noch gemeinsam erleben und unternehmen werden. ❤️


in memoriam

Buddy

Buddy war mein erstes eigenes Pony - ein Huzule. Mit Buddy war alles möglich: Dressur, Springen, Schleppjagden oder einfach Ausritte. Buddy war hochgradig dämpfig, als ich ihn kaufte, so dass ich mich ab diesem Zeitpunkt (1990) für Alternativen zur damals noch üblichen Boxenhaltung interessierte und auch diverse Ideen umsetzte. Vom Bau meines ersten eigenen Holzunterstandes auf Buddys Weide bis zu meinem heutigen "Paddock and Pasture Paradise" war es ein langer Weg, auf dem mich Buddy 21 Jahre lang begleitet hat. Buddy hat mich in vielerlei Hinsicht zum Umdenken gebracht, auch reiterlich. Dabei hat er mit mir zusammen eine Menge ausprobiert und war einfach mein bester Freund. Die Lücke, die sein (natürlicher) Tod in mein Herz gerissen hat, wird nie geschlossen werden. ❤️

Sina

Sina wurde in ihrem Leben mehrfach verkauft, zuletzt zweimal davon, weil die damaligen Besitzer sich jeweils getrennt hatten und der männliche Part danach nicht mehr reiten wollte. Beim zweiten (und letzten) Mal kam sie in meine Hände - nicht weil ich sie haben wollte, sondern weil sie bei mir sein wollte. Sobald ich sie mit anderen Menschen alleine gelassen habe, wurde sie panisch. Wenn ich da war, war alles in Ordnung. So übernahm ich dieses traumatisierte Pferd und hatte keinerlei Erwartungen in sie. Belohnt hat sie mich dafür mit bedingungsloser Liebe. Auf Sina konnte man im wahrsten Sinne des Wortes die Kraft eines Pferdes unter sich spüren. Wohl dem, der sie nicht herausgefordert hat. Dann kam bei ihr alles "von alleine" und die fliegenden Galoppwechsel auf den kurvenreichen Geländestrecken kann ich bis heute in meinem Körper und in meiner Seele spüren. Sina starb mit dem Kopf in meinen Schoß gebettet und hat zum Abschied leise gewiehert. Sie war ein sehr besonderes Pferd. ❤️

Sabrina

Sabrina habe ich Anfang der 90er Jahre von einer guten Freundin übernommen, die sie nicht mit ins Ausland nehmen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war mein Buddy schwer krank (unheilbar, wie verschiedene Tierärzte attestiert hatten, er litt am Fesselringband-Syndrom), so dass ich mich freute, wieder aktiv reiten zu können. Sabrina hat einfach nur Spaß gemacht und sie war eine Seele von Pferd - nur ihre Angst vor Traktoren jeglicher Art war legendär. Ansonsten war sie jedoch ein Pferd mit Nerven und dank ihres spanischen Bluteinschlages mit einem gewissen Temperament gesegnet. Sabrina war es auf dem Reitplatz zu langweilig, so dass wir viel ausgeritten sind und eine fantastische gemeinsame Zeit hatten. Als Buddy wie durch ein Wunder doch wieder genesen war, musste ich sie schließlich aus finanziellen Gründen verkaufen. Damals war ich Anfang 20 und konnte mir keine zwei Pferde in Pension leisten. Zum Glück fand ich einen Platz, wo es ihr objektiv gesehen sogar besser ging als bei mir und dort konnte sie den Rest ihres Lebens in einer Mini-Herde (was ihr sehr recht war) direkt am Wohnhaus der neuen Eigentümerin verbringen. ❤️